Wisst Ihr noch, was heute vor 25 Jahren war?
BOAH!!!
Klar war da Silvester. Das weiß sogar der dümmste TalaHONK vom Stuttgarter Hallschlag. Und das, obwohl er und seine Spezies da noch nicht die Gesellschaft genervt hat.
Aber es war ein besonderes Sylvester.
Ja Kevin.
Das war das erste Sylvester, wo Du auf der Party von Deinem Bro eine klar machen wolltest (und dann doch wieder rotzevoll im Klo statt neben einer Braut wach geworden bist.
Nein, es war das Millennium-Sylvester.
Wir haben gleich das ganze Jahrtausend gewechselt.
Ein großer Teil meiner Leser wird das sicher nicht verstehen, da sie da noch Hemd und Hose am Stück getragen haben oder Ihre Eltern noch sorg- und kinderlos waren.
Bei manchen hat sich diese Sorglosigkeit nach dem Sylvester-One-Night-Stand dann auch erledigt.
Wir hingegen waren voller Sorgen.
So wie man einige Monate zuvor angesichts der totalen Sonnenfinsternis über Europa hysterische Weltuntergangs-Szenarien hatte, so kamen diese auch zum Jahreswechsel wieder hoch.
Dieses Mal jedoch nicht von irgendeiner Kirche oder Sekte sondern der Wissenschaft. Naja, seit Corona wissen wir ja endgültig um deren Qualitäten als Propheten.
Die damaligen Prognosen war jedoch valide und greifbar, da sie von Wissenschaftlern der freien Wirtschaft und nicht der Pharma-Lobby kamen.
Der Untergang unserer Welt wegen „die Komputas“ wie meine Oma sagte stand bevor.
Um Punkt 00:00 sollten unsere elektronischen Helfer ausfallen oder verrücktspielen. Und das nur, weil früher überall Schwaben programmiert hatten. Nicht wirkliche Schwaben*, aber eben genau solche Sparfüchse.
In der Anfangszeit der IT waren Speicher nicht nur groß, sondern auch teuer. Da hat man tatsächlich versucht jedes einzelne Zeichen zu sparen. Naja, und weil sich in der Wissenschaft auch Weibsvolk herumtreiben darf (siehe „das Leben des Brian“) kam irgendeine Frau auf die Idee wir im wahren Leben ein paar Jahre unter den Tisch fallen zu lassen. Bedauerlicherweise waren es aber nicht nur ein paar sondern gleich Jahrhunderte. Und zwar alle.
Man hatte zu Anfang der IT einfach beschlossen Geburtsdaten und andere Jahresangaben nur zweistellig zu speichern. Das kennen wir ja aus dem realen Leben. Da bin ich auch nur ein 69er Jahrgang aber ohne die 1900 davor.
Den meisten Menschen erscheint dies natürlich auch logisch, dass ich nicht aus dem Jahr 1869 bin und aktuell hier noch schreibe. Der Computer hatte da damals mangels KI und Fehleranalyse seine Probleme.
Es begab sich aber zu der Zeit, dass…
(sorry das ist wohl eine Woche zu spät) Klar, dass die Leute weltweit Angst hatten, dass sich Ihre Computer zum Wechsel des Jahres von 1999 in das Jahr 1900 zurückdenken. Wer „Zurück in die Zukunft“ gesehen hat, weiß dass dies ein Riss im Zeitraum-Kontinuum ergeben könnte. Oder einfach gar nichts !!!! Und so was es dann auch. Alles lief gut, wir sind noch da und Speicher ist mittlerweile so günstig, dass ich diesen Blog schreiben kann, ohne zuvor mein (wegen der Wärmepumpe) verpfändetes Haus zu verpfänden. Die Angst damals war jedoch massiv. Die wenigen noch lebenden Senioren aus den Jahren 1899 und früher hatten Angst, dass Sie statt Rente plötzlich einen Einschulungsbescheid bekommen. Das Militär war besorgt, dass Intercontinental-Raketen Ihre Existenz anzweifeln und sich in den Silos sprengen oder plötzlich als Toaster fühlen, und selbst in Stuttgart wurde der S-Bahn-Betrieb um den Jahreswechsel ausgesetzt. Man traute den Bremssystemen nicht zu, den Jahreswechsel sauber zu verarbeiten. Damit hätte die S-Bahn aus Richtung Flughafen stadteinwärts den Hasenbergtunnel mit seinen bis zu 38 Promille Gefälle eventuell „etwas“ schneller absolviert.
Die steiler angelegte Standseilbahn war dank Ihres Alters und nächtlicher Betriebspause hingegen nicht betroffen. Angst herrschte eigentlich bei allen, die irgendwie mit der IT Jahresangaben verarbeiteten. Ausnahme waren hier nur die modernen Programmierer, die in unzähligen Nachtschichten Codes korrigierten oder Routinen zur Fehlervermeidung implementierten.
Was will ich jetzt eigentlich mit diesem ganzen Millenniums-Drama sagen?
Das größere Drama kam doch Sylvester 2001 mit der Einführung des Euro.
Jedes Jahr stellt uns vor neue Aufgaben und Herausforderungen.
Wir wissen nie, ob die IT und damit unser Leben sicher und fehlerfrei weiter läuft. Bekommen wir Alzheimer oder die KI noch mehr Halluzinationen und wohin führt uns das? Was wollen wir im neuen Jahr erreichen und was ist uns wichtig?
Ich persönlich habe mir für 2025 vorgenommen, mein erstes Buch fortzusetzen und die aussortierten Passagen zu Datenschutz und Informationssicherheit in einem zweiten Band zu konkretisieren. Hier ist dann auch eine andere Zielgruppe angesprochen.
Außerdem möchte ich Wiedergutmachung bei allen Schwaben betreiben für die ständigen Sticheleien in meinem Buch und auch hier gegen Ihre „Spezies“ und Kultur. VERSPROCHEN !!!! Auch hier ist ein Buch in der Entstehung.
Was hab ich mir noch vorgenommen? Hier regelmäßiger zu bloggen, was mich zu IT, Datenschutz, Technik allgemein bewegt und wozu ich ein paar dumme Kommentare abegben kann. Auch Ideen zu einem VLog, Podcast oder anderem „Nonsens“ sind in Planung!!!
Warum?
Was hirnlose Influencer mit Schmink-Tipps können, muss doch auch mit meinen (begrenzten) schriftstellerischen Qualitäten gehen.
Also liebe Leser….
Vergesst einfach alles, was ich in den letzten 202 Wörtern geschrieben habe. Das ist alles „unwichtig“. Es zeigt nur, dass es immer irgendwie weiter geht.
Wichtig sind nur die folgenden Dinge
- Kommt gut in das neue Jahr
- Bleibt gesund
- Macht immer das Beste aus allem was Euch (durch die IT) beschert wird
- Nehmt Euch Zeit für die wesentlichen Dinge (Familie, Freunde, Leben, Bier und einen Grill)
- Und bleibt mir als Leser gewogen (das nächste Buch will auch verkauft werden)
Euer Olli
HINWEIS:
Wer Tippfehler, gramatikalische Fehler oder anderes findet: Du kannst es behalten. Ich brauch es nicht.